Wissenswertes über Brandenburg

Brandenburg: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com
Industrie und ländliche Idylle in Brandenburg
Potsdam ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Brandenburg, das zwischen Polen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern im Mittleren Osten Deutschlands liegt. Der Stadtstaat Berlin wird von Brandenburg komplett umschlossen und rund um die Region Berlin findet man auch einen industriellen Kernpunkt Brandenburgs. Weitere Industriebetriebe findet man in Eisenhüttenstadt, Hennigsdorf und Brandenburg an der Havel oder auch in Friedrichshafen und Dahlewitz. Abseits der größeren Städte findet man in Brandenburg vorwiegend Landwirtschaft und Holzgewerbe und stetig steigend auch Tourismus, der immer mehr zu einem Industriezweig wird.
Naturschutz und Weltkulturerbe in Brandenburg
In Brandenburg findet man 15 Großschutzgebiete, zu denen ein Nationalpark, drei Biosphären-Reservate der UNESCO und elf Naturparks zählen, die einen großen Teil des Bundeslandes einnehmen. Dazu gehören zum Beispiel der Nationalpark Unteres Odertal, das Reservat Spreewald, oder der Naturpark Uckermärkische Seen sowie der Naturpark Schlaubetal.
Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind das Schloss Sanssouci oder weitere Schlösser, Burgen und Kirchen zu denen Schloss Rheinsberg, Schloss Boitzenburg, Schloss Meseberg und auch Schloss Neuhardenberg gehören. Die Schlösser, Park- und Gartenanlagen der Potsdamer Kulturlandschaft gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO und dieses besteht aus etwa 150 Gebäuden aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Berühmte Persönlichkeiten wie Theodor Fontane, Heinrich von Kleist oder der Architekt Konrad Wachsmann stammen aus Brandenburg.
Gegründet wurde Brandenburg Mitte des 12. Jahrhunderts durch Albrecht der Bär und Brandenburg gehört heute flächenmäßig zu den größten Bundesländern Deutschlands. Die Besiedlung ist in und um die größeren Städte ausgeprägt, während die Regionen im Osten und Westen des Bundeslandes eher dünn besiedelt sind. Regionen sind das Havelland, die Uckermark, das Ruppiner Land oder auch die Lausitz mit dem Spreewald.
Ein Teil der Mecklenburgischen Seenplatte prägt die Landschaft, zu denen auch die Flüsse Havel, Rhin und Dosse gehören. Brandenburg ist hügelig und verfügt über kleinere Höhenzüge und viele Seen in Bereich der westlichen Uckermark. Viele Seen wurden künstlich in Form von Baggerseen oder Teichen angelegt und hier findet man auch viele Fließgewässer wie Kanäle und Entwässerungsgräben. Die größten Flüsse Brandenburgs sind die Elbe, Oder, Neiße und auch die Havel und die Spree.
Sprache & Küche in Brandenburg
Gesprochen wird in Brandenburg hauptsächlich Hochdeutsch, aber Dialekte wie das Mark-Brandenburgische und das Berlin-Brandenburgische sowie Lausitzer Dialekte, die alle zum Ostmittelhochdeutschen zu rechnen sind. Eine Ausnahme bildet das Eberswalder Kanaldeutsch, das in Barnim gesprochen wird und in der Region Cottbus Niedersorbisch.
Bodenständige Küche bestimmt Brandenburg. Traditionelle, frische Produkte der Regionen werden verarbeitet, wozu auch die Kartoffel gehört oder auch eine Form des Eierkuchens, die Plinse. Hier wird auch viel Spargel angebaut, der als Beelitzer Spargel bekannt ist und von hier stammen auch die berühmten Spreewälder Gurken. Gerne gegessen wird auch die regionale Spezialität Quark mit Leinöl, wozu Pellkartoffeln serviert werden und die Eberswalder Würstchen stammen auch aus Brandenburg. Wegen der vielen Seen und Flüsse steht auch Fisch ganz oben auf den Speisekarten in Brandenburg, wobei Aal, Hecht, Zander und Karpfen zu den bevorzugten Arten gehören.
Aus Brandenburg stammt auch das bekannte Fürst-Pückler-Eis, das aus den drei Eissorten Vanille, Erdbeere und Schokolade besteht und nach Fürst Hermann von Pückler-Muskau benannt wurde.
