Wissenswertes über Bremen

Bremen: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com
Natur und Geschichte in Bremen
Bremen ist eine freie Hansestadt und gleichzeitig das kleinste deutsche Land und gehört zu den Stadtstaaten. Das Bundesland Bremen besteht aus den beiden Städten Bremen und Bremerhaven und liegt im Nordwesten Deutschlands an der Weser. Bremerhaven liegt an der Nordsee und die höchste Erhebung ist mit 32,5 Metern der Friedehorstpark, der von der Mülldeponie überragt wird, die in Bremen-Blockland liegt. Flüsse wie Wümme, Lesum, Ochtum und Geeste fließen durch die unberührte Marschlandschaft, die teilweise unter Naturschutz steht und wo viele Pflanzen und Tiere in den Naherholungsgebieten leben. Im Umland von Bremen und Bremerhaven geht es ländlich und beschaulich zu und hier findet man auch Landwirtschaft und viel Natur.
Hanse und Hafen in Bremen
Das Bundesland Bremen wurde zwischen dem 1. und 8. Jahrhundert besiedelt und wurde durch Handel, vor allem Seehandel geprägt. Die Bischofsstadt Bremen erlebte im frühen Mittelalter – um 800 – seine Blüte, die durch die Hanse im 13. bis 15. Jahrhundert noch gefördert wurde und in dieser Zeit wurden auch Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, der Marktplatz und der Roland geschaffen. Bremen wurde Ende des 19. Jahrhunderts eigenständig und offiziell zum Stadtstaat und Bundesland erklärt.
Sachsen und Friesen machen auch heute noch den Hauptteil der Bevölkerung aus, die durch Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg und Gastarbeiter ergänzt wird. "Bremer Schnack" wird hier gesprochen und auch Hochdeutsch mit niederdeutschen Einflüssen, wobei man durch die Migranten auch Türkisch und Russisch häufiger hört. Nach Hamburg sind die Häfen von Bremen und Bremerhaven die wichtigsten in Deutschland, wo verschiedene Handelsgüter im- und exportiert werden. Viele Werften und Industrieunternehmen haben ihren Sitz in Bremen und auch die Luft- und Raumfahrttechnik gehört dazu.
Sehenswürdigkeiten & Kultur in Bremen
Das Rathaus, die Roland-Statue und der Marktplatz aus der Renaissance ziehen Besucher nach Bremen, wo man auch das bekannte Denkmal der Bremer Stadtmusikanten besichtigen kann. Das Märchen beruht auf der Tatsache, dass in Bremen Mitte des 14. Jahrhunderts fahrende Musiker immer wieder Aufnahme in die Stadtmusikanten fanden. Auf dem Marktplatz findet man auch eine Apotheke aus dem 16. Jahrhundert und der Roland, das Wahrzeichen Bremens, steht für Recht und Freiheit. Der Roland und das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO, während das Schnoorviertel, deren Häuser wie an einer Schnur angereiht nebeneinanderstehen, zum größten Teil aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammt und heute durch viele Cafés, Restaurants und Kneipen ein beliebter Treffpunkt in den romantischen Gassen in Bremen ist.
Der St. Petri Dom zeigt ein Taufbecken aus den Anfängen des 13. Jahrhunderts und blickt auf eine alte Geschichte zurück, die durch den Bau Mitte des 10. Jahrhunderts begann und wo auch Sakralkunst ausgestellt wird. Die Böttcherstraße ist eine Fußgängerzone, in der das Paula-Modersohn-Becker-Museum ebenso zu finden ist, wie das Roselius-Haus oder das Glockenspiel aus Meißner Porzellan, während die Schütting seit dem 16. Jahrhundert Sitz der Kaufmannschaft und der heutigen Handelskammer ist. An der Weser liegt die Schlachte, die Strandpromenade Bremens, von wo man zum Beispiel vom Martinianleger Weser- und Hafenrundfahrten unternehmen kann oder einfach in einem Bier- und Sommergarten die Aussicht auf historische und moderne Schiffe genießen kann.
