Wissenswertes über Hessen

Hessen: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com
Hessen: Viele Menschen und viele Dialekte
In der Mitte von Deutschland liegt das Bundesland Hessen und gehört zu den dichtbesiedeltsten Regionen des Landes. Die Landeshauptstadt von Hessen ist Wiesbaden, während die größte Stadt Frankfurt am Main ist. Hessen liegt im Mittelgebirge und die Rhön, der Taunus, der Westerwald und der Odenwald gehören zu den Gebirgen des Bundeslandes. Die höchste Stelle von Hessen ist die Wasserkuppe mit einer Höhe von etwa 950 Metern. Flüsse wie die Weser, die Fulda, der Rhein sowie der Main, die Lahn und der Neckar fließen durch Hessen, während natürliche Seen kaum vorkommen, aber Stauseen wie der Edersee, der Diemelsee oder der Twistesee vorhanden sind. Auch Baggerseen findet man zahlreich in Hessen, wozu zum Beispiel der Borkener See, der Werratalsee und der Langener Waldsee gehören.
Hessen wurde in seiner heutigen Form 1945 gegründet und der Name stammt möglicherweise von dem Namen eines germanischen Stammes, den Chatten, die hier siedelten, ab. Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Süden des Bundeslandes, während Zentren Gießen, Marburg, Wetzlar, Kassel und Fulda sind. Hessische Dialekte wie Rheinfränkisch und Mitteldeutsch werden hier gesprochen, wobei Frankfurter Hessisch ebenso eine Dialektform ist wie Niederhessisch oder Oberhessisch. Fünf kreisfreie Städte liegen in Hessen, dies sind Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden, während sieben Städte, die zwar nicht kreisfrei, aber eigenständig sind, einen Sonderstatus haben: Bad Homburg, Fulda, Gießen, Hanau, Marburg, Rüsselsheim und Wetzlar.
Hessen: Museen und Weltkulturerbe
In Hessen findet man sehr viele Museen, wozu das Gotische Haus oder das Hessische Landesmuseum ebenso gehören, wie das Deutsche Filmmuseum, das Dommuseum oder auch das Feuerwehrmuseum, das Mathematikmuseum sowie das Freilichtmuseum Hessenpark. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die vielen kleinen Städte, in denen sich Fachwerkhäuser finden und auch mittelalterliche Gebäude entdeckt man in vielen Altstädten. Der Bergpark Wilhelmshöhe, den man in Kassel findet, stammt aus dem 18. Jahrhundert und verbindet Gartenarchitektur mit Landschaft. In Wiesbaden finden sich 15 Thermal- und Mineralquellen, wobei Wiesbaden auch eines der ältesten Kurbäder Europas ist und ebenfalls eine historische Altstadt wie ein Stadtschloss bietet.
Zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören unter anderem die Grube Messel mit verschiedenen Fossilienfundstätten, das Kloster Lorsch in Südhessen oder auch das Gebiet zwischen Bingen und Koblenz sowie der Obergermanisch-Raetische Limes, der eine ehemalige Grenze des Römischen Reiches darstellt. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee gehört zu den letzten Urwäldern in Mitteleuropa und auch in Hessen findet man ebenfalls das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, während die Rhön insgesamt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
Hessen: Industrie und Köstlichkeiten
Während im Rhein-Main-Gebiet große Industrievorkommen zu verzeichnen sind, findet man besonders in Frankfurt zahlreiche Banken und auch den wichtigsten deutschen Börsenplatz, während außerhalb der Ballungszentren auch Landwirtschaft betrieben wird.
Kulinarisch ist Hessen sehr vielfältig und jede Region verfügt über eigene Spezialitäten. Typisch für die hessische Küche sind Gerichte, die auf Kartoffeln oder Brot basieren und der italienischen Pizza ähneln. Dazu gehören zum Beispiel Speck- oder Zwiebelkuchen, die in zahlreichen Varianten angeboten werden. Bekannt ist Hessen für Grüne Soße, die aus Kräutern hergestellt wird, oder auch für Handkäs' mit Musik oder den allseits beliebten Apfelwein. Auch die Odenwälder Schlachtplatte gehört zu den hessischen Spezialitäten, ebenso die Kartoffelwurst, die Schwälmer Klöß oder auch Salzekuchen.
