Wissenswertes über das Saarland

Das Saarland: Landkarte © euthymia - Fotolia.com
Deutsch-französische Freundschaft im Saarland
Im Südwesten von Deutschland liegt das Saarland, eines der kleinsten Bundesländer Deutschlands. Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonien und das Saarland bilden die Region Saar-Lor-Lux.
In seiner wechselvollen Geschichte gehörte das Saarland mal zu Deutschland, mal zu Frankreich und erstreckt sich über Bereiche des Hunsrück, des Schwarzwälder Hochwalds, Lothringens, des Pfälzer Waldes. Die höchste Erhebung ist der Dollberg mit knapp 700 Metern und gut ein Drittel des Saarlandes sind von Mischwald bedeckt. Laub- und Mischwald erstrecken sich über weite Gebiete des Saarlandes, während der längste und wichtigste Fluss die Saar ist und weitere Flüsse, wie zum Beispiel die Mosel, Blies oder Nied und Nahe durch Saarland fließen.
Industrie und Wald prägen das Saarland
Die wichtigsten Gemeinden und Landkreise des Saarlandes sind Bliesgau, Köllertal, Ostertal, Saargau sowie Saarkohlenwald, Schwarzwälder Hochwald, Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet, Sankt Ingberter Senke und das Sankt Wendeler Land, während wichtige Städte Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel, Homburg oder Merzig sind.
Bedingt durch die Historie wird im Saarland Deutsch und Französisch gesprochen, aber auch rhein- und moselfränkische Dialekte.
Wirtschaftlich wichtig ist die Automobil- und die Automobilzuliefererindustrie sowie Stahl, Steinkohlebergbau, Keramik und Informatik- oder Informationsindustrie.
Auch wenn das Saarland ein relativ kleines Bundesland ist, wird hier viel für die Bildung getan, so gehört zum Beispiel die medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes zu den wichtigsten in Deutschland, während die Deutsch-Französische Hochschule dreisprachig ist und Veranstaltungen in deutsch, französisch und luxemburgisch anbietet. Die Hochschule der Bildenden Künste findet man hier ebenso, wie die Hochschule für Musik oder die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.
Sehenswürdigkeiten und Kulinarisches im Saarland
Denkmäler sowie Boden- und Baudenkmäler findet man in großer Zahl im Saarland, wozu auch viele keltische und römische Ausgrabungen in den Regionen Obermosel, Bliesgau oder auch am sogenannten Hunnenring in Otzenhausen gehören. Die Ludwigskirche und der dazugehörige Ludwigsplatz sind Denkmäler aus dem Barock und zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört die Völkinger Hütte, wo ehemals Stahl produziert wurde und die heute ein beliebtes Kultur- und Veranstaltungszentrum ist.
Im Saarlandmuseum in Saarbrücken findet man bedeutende Gemälde des deutschen Expressionismus, wie zum Beispiel von Franz Marc, während die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern europaweit bekannt sind, ebenfalls die Musikfestspiele Saar, die alle zwei Jahre stattfinden. In Saarbrücken wird auch jährlich der Max-Ophüls-Preis verliehen, der internationalen Filmnachwuchs auszeichnet und mit dem Saarländischen Staatstheater bietet das Saarland ein dreispartiges Theater sowie das deutsch-französische Theaterfestival "Perspectives".
Die saarländische Küche ist einfach, denn sie besteht hauptsächlich aus Eintöpfen, Kartoffeln, Sauerkraut sowie Wurst und Fleisch. Regionale Spezialitäten sind Dibbelabbes oder Schaales, die Reibekuchen ähneln oder auch Lyoner, eine Art Fleischwurst sowie verschiedene Kartoffelklöße, die auf Namen wie Hoorische, Gefillde oder Geheirade hören. Auch Bettseichersalat, der aus Löwenzahn besteht oder Schneebällchen sind hier ebenso geschätzt, wie die vielen bekannten Biersorten, die im Saarland gebraut werden. Wein wird zwar nicht im Saarland angebaut, aber von den Nachbarländern importiert und gerne getrunken, während man einen Apfelwein, den Viez ebenso selbst herstellt, wie Obstschnäpse aus verschiedenen Obstsorten wie Kirsche, Apfel, Birne, Pflaume oder Mirabelle auch nicht verabscheut. Eine Besonderheit stellt der Hundsärsch dar, der ein Mispel-Brand ist.
