Wissenswertes über Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com
Alt und neu begegnen sich in Sachsen-Anhalt
Magdeburg ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, das im Norden eher flach und kaum besiedelt ist. Hier findet man alte Städte der Deutschen Hanse, zu denen Stendal, Tangermünde, Salzwedel und Gardelegen gehören, während Halle an der Saale südlich davon liegt. Halle ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt und im Süden des Landes liegt auch der Nationalpark Harz, in dessen Region Städte wie Halberstadt, Quedlinburg oder Wernigerode liegen. Auch die Lutherstadt Wittenberg oder die Residenzstadt derer von Anhalt Dessau-Roßlau findet man in Sachsen-Anhalt, wo auch Zeitz, Weißenfels und Naumburg an der Saale liegen.
Sachsen-Anhalt unterteilt sich in die Regionen Altmark, Anhalt-Wittenberg, Chemiedreieck, Elbe-Börde-Heide/Magdeburg, den Harz, Ostfalen, das Mansfelder Land und die Weinanbau-Region Saale-Unstrut. Die Elbe ist der längste Fluss, der durch Sachsen-Anhalt fließt, aber auch die Saale, Havel, Mulde sowie die Aller oder die Schwarze Elster fließen durch das Bundesland. Sachsen-Anhalt verfügt über einige Seen, zu denen zum Beispiel der Geiseltalsee, der Arendsee oder auch der Neustädter See gehören, sowie Talsperren, wie zum Beispiel die Rappbode-Talsperre oder die Wippertalsperre.
Besiedelt wurde Sachsen-Anhalt etwa ab dem 8. Jahrhundert und war im Mittelalter ein bekanntes kulturelles Zentrum im deutschsprachigen Raum, was man durch die zahlreichen Bauwerke der Romanik und Gotik, die sehr gut erhalten sind, in vielen Städten sieht. Hier liegt auch die Straße der Romanik, zu der der Dom von Magdeburg ebenso gehört, wie die Quedlinburger Altstadt und die zahlreichen Burgen, Schlösser und Kirchen des Bundeslandes. In Sachsen-Anhalt findet man die meisten UNESCO-Weltkulturerbe in ganz Deutschland, wozu zum Beispiel das Bauhaus in Dessau, die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben oder auch die Quedlinburger Altstadt gehören, die mit ihren Fachwerkfassaden sehenswert ist.
Gotische Sehenswürdigkeiten in Sachsen-Anhalt
Backsteingotik findet man besonders in Städten wie Stendal, Salzwedel und Tangermünde, während die Renaissance und der Barock in Wittenberg vorwiegend zu finden sind. In Köthen, Bernburg und Weißenfels sieht man ebenfalls viele ehemalige Residenzen aus der Zeit des Barock, während Halle moderne Architektur mit mittelalterlichen Gebäuden kombiniert. Magdeburg und Dessau sind von sogenannten Plattenbauten geprägt und im Süden von Sachsen-Anhalt findet man viele Burgen, die als Stadtburgen und Wasserburgen erwähnenswert sind. Die Burgen Falkenstein und Landsberg stammen aus der Stauferzeit und die Burg Wettin ist der Stammsitz der Wettiner. Im Harz kann man viele Schlösser der Renaissance und des Barock besichtigen, zu denen das Schloss Blankenburg und das Schloss Mansfeld zählen.
Zahlreiche Sakralbauten der Romanik und Gotik findet man in Sachsen-Anhalt, wozu auch die Dome in Magdeburg, Naumburg oder Halberstadt zählen. Bis zum 16. Jahrhundert fanden sich in Sachsen-Anhalt viele Klöster, die aber durch die Reformation oftmals aufgelöst wurden und heute in Form von Ruinen erhalten sind. Kloster Pforta, Hadmersleben oder Drübeck gehören dazu, während die Klosterkirchen zumeist heute noch erhalten sind.
Wirtschaft und Bevölkerung in Sachsen-Anhalt
Ursprünglich siedelten hier Niedersachsen, Thüringer und Westslawen, aber Flamen, Hugenotten und Deutschen siedelten sich nach und nach ebenfalls hier an und im Zuge der Zweiten Weltkriegs auch Flüchtlinge sowie nach der Wiedervereinigung Aussiedler und Spätaussiedler. In Sachsen-Anhalt wird Hochdeutsch gesprochen, aber auch Dialekte wie das Niederdeutsche oder Mansfäller Mundart.
Wirtschaftliche Zentren bilden die Regionen um Halle an der Saale, Leuna und Magdeburg. Dienstleistungen, Automotive, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien findet man in Sachsen-Anhalt ebenso wie zahlreiche Medien, Holzverarbeitung, Solarwirtschaft und Tourismus.
