Wissenswertes über Sachsen

Karte Sachsen
Sachsen: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com

Sachsen – ein Freistaat in Vielfalt

Sachsen ist ein Freistaat, der im Osten Deutschlands liegt. Die Landeshauptstadt ist Dresden und zur hiesigen Landschaft gehören Flach- und Hügelland ebenso wie das Mittelgebirge. Im Flachland findet man die Regionen Leipzig und Oberlausitz, wo viel Braunkohle vorkommt, während der Fichtelberg mit 1.215 Metern die höchste Erhebung des Landes ist und im Norden der Naturpark Erzgebirge/Vogtland liegt. Der wichtigste Fluss in Sachsen ist die Elbe, aber auch die Mulde, die Spree und die Zschopau sind erwähnenswert.

Sachsen wurde bereits um 5500 v. Chr. in den Flussauen der Flüsse besiedelt, und während der Völkerwanderungszeit von Germanen bewohnt, bis im 10. Jahrhundert sich hier Slawen ansiedelten und auch die Markgrafschaft Meißen gründeten. Während des Mittelalters wurde Sachsen von den Wettinern regiert und besteht heute aus 496 selbstständigen Städten und Gemeinden, wozu drei kreisfreie Städte, 39 Kreisstädte und 318 nichtstädtische Gemeinden gehören. Hochdeutsch hört man in Sachsen eher selten, wo vorwiegend ostmitteldeutsche Dialekte gesprochen werden, zu denen das Lausitzsche oder das Osterländische gehören. In der Lausitz wird auch Obersorbisch gesprochen, während in den Mittelgebirgen Vogtländisch und Erzgebirgisch gesprochen werden.

Leipzig, Dresden, Chemnitz und Zwickau sind die größten Städte, wo sich auch die Ballungsräume Sachsens befinden. Wirtschaftlich ist die Mikrotechnologie wichtig für Sachsen, während die Lausitz, das Vogtland und das Erzgebirge eher dünn besiedelt sind, wo dafür der Tourismus wichtig ist. Hier finden sich Erholungsgebiete, vielseitige Sportmöglichkeiten sowie sehenswerte Architektur und vielfältige Kulturangebote.

Historische Sehenswürdigkeiten in Sachsen

Besonders historische Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt von Dresden sind beliebte Ausflugsziele in Sachsen. Plauener Spitzen und das dazugehörige Museum werden ebenso oft besucht, wie die Göltzschaltbrücke, die die höchste Ziegelsteinbrücke der Welt ist oder auch die Tropfsteinhöhle Syrau. In Zwickau findet man das Trabant-Museum, während Leipzig nicht nur Messestadt ist, sondern auch mit dem Völkerschlachtdenkmal, dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester oft besucht wird. In Dresden findet man viele Museen, zu denen auch das Hygienemuseum, das Verkehrsmuseum oder die Staatliche Kunstsammlung gehören. Hier kann man auch die bekannte Semperoper und den Zwinger besuchen, während in der Sächsischen Schweiz zahlreiche Kur- und Heilorte zu finden sind. In Radebeul liegt das Karl-May-Museum und die sehenswerte Altstadt von Bautzen lockt mit der Alten Wasserkunst und dem Reichenturm viele Besucher an, die auch den Saurierpark Kleinwelka besuchen. In der Region Saale-Unstrut in Sachsen findet man ein Weinanbaugebiet, wo Silvaner, Weißburgunder und Müller-Thurgau angebaut werden und der Harz findet durch seine weitläufigen Waldgebiete ebenso viele Anhänger, wie die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, wo auch das Lutherhaus besichtigt werden kann. In Wittenberg zählen das Wittenberger Schloss, die Schlosskirche und das Melanchthonhaus zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, während in Dessau das Bauhaus-Museum einen Besuch lohnt.

Kulinarisch bekannt ist der Dresdner Christstollen und sonst herrscht eher deftige Küche vor, wo Soßen sowie Beilagen wie Kartoffeln, Klöße oder Knödel wichtig sind. Aus Leipzig kennt man das Leipziger Allerlei, während man in ganz Sachsen viele Brauereien findet, wo man auf eine lange Bierbrautradition zurückblicken kann; dazu zählen zum Beispiel Radeberger Bier oder Wernesgrüner Bier. In Sachsen findet man auch das östlichste Weinanbaugebiet in Europa, wo auch der Sächsische Weinwanderweg zu finden ist.