Wissenswertes über Thüringen

Karte Thüringen
Thüringen: Landkarte © Sven Knie - Fotolia.com

Thüringen bietet Wald und Mittelalter

Im Osten von Deutschland liegt das Bundesland Thüringen, in dem mehrere Orte für sich in Anspruch nehmen, genau in der Mitte Deutschlands zu liegen. Ausgedehnte Waldgebiete prägen die Landschaft des Freistaats, wo besonders Sehenswürdigkeiten wie Weimar und die Wartburg oder auch der Erfurter Dom und die Krämerbrücke sowie Jena oft besucht werden. Die Werra, die Saale, die Unstrut sowie die Ilm und die Weiße Elster sind die wichtigsten Flüsse in Thüringen, während die höchste Erhebung der Groß Beerberg mit 983 Metern ist. Thüringen wurde Anfang des 8. Jahrhunderts gegründet und viele kleinere Höhenzüge sind in dem Bundesland zu finden.Dazu gehören der Kyffhäuser, die Hohe Schrecke oder der Ettersberg. Einziger Nationalpark von Thüringen ist der Nationalpark Hainich. Sieben verschiedene Naturräume bietet Thüringen, wozu zum Beispiel Basaltkuppenland, Ackerhügelland oder auch Auen gehören.

Thüringen zwischen Industrie und Geschichte

Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert waren große Teile von Thüringen durch die Industrie sehr verschmutzt, während heute sogenannte Altlasten in Landschaftsparks und Gärten umgewandelt werden, wozu die Neue Landschaft Ronneburg gehört. Bedingt durch den Kali-Abbau ist die Werra auch heute noch so versalzen, dass dort kaum Tiere und Pflanzen überleben können. Wichtige Naturschutzgebiete in Thüringen sind der Nationalpark Hainich, der Vessertal-Thüringer Wald, der Naturpark Kyffhäuser oder auch der Thüringer Wald. Drei verschiedene Dialekte findet man in Thüringen: Thüringisch-Obersächsisch, Ostfränkisch und Niederdeutsch, während in Thüringen Aussiedler und auch Spätaussiedler ebenfalls die Sprachen der Region Thüringen prägen.

Wirtschaft und Sehenswürdigkeiten in Thüringen

Erste Besiedlungen in Thüringen fanden bereits im 3. Jahrhundert durch die Angeln, Warnen, Turonen und Hermunduren statt, die im fruchtbaren Thüringer Becken siedelten. Die erste urkundliche Erwähnung Thüringens stammt aus dem 5. Jahrhundert und im Mittelalter wurden viele Bistümer gegründet.

Wirtschaftlich wichtig sind für Thüringen Glas, Keramik, Spielwaren, Holz, Textilien und die Metallverarbeitung, wobei Eisenach und Waltershausen die wichtigen Gebiete sind und Jena für die Glasherstellung zentraler Punkt ist. Bereits im Mittelalter wurde in Thüringen Bergbau betrieben und hier Silber, Eisen und auch Mangan abgebaut. Auch reiche Goldvorkommen gab es und die Eisenindustrie war bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Industriezweig der Region. In Salzungen und Bad Hersfeld findet sich der Kali-Bergbau, während im Osten von Thüringen der Braunkohlebergbau wichtig wurde. Landwirtschaft findet man auch an vielen Orten Thüringens, wo Gerste, Weizen, Zuckerrüben und auch Tabak, Obst und Gemüse angebaut werden. Wein wird vorwiegend in der Region Bad Sulza angebaut, während für den Tourismus die Regionen Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge bevorzugt werden.

Wirtschaftliche und kulturelle Zentren des Landes Thüringen sind Erfurt, Jena und Weimar, wo man auch mittelalterliche Altstädte findet. Aber auch kleinere Städte wie Saalfeld und Mühlhausen bieten sehenswerte Bauwerke des Barock und Klassizismus, während Apolda, Greiz und Altenburg viele Gebäude aus der Gründerzeit zeigen.

Historisch und kulturell wichtig sind für Thüringen auch Burgen, wie zum Beispiel die Wartburg, die auch zum Welterbe der UNESCO gehört, sowie das Burgenensemble die drei Gleichen zwischen Arnstadt, Gotha und Erfurt oder die Mühlburg, die aus den Anfängen des 8. Jahrhunderts stammt. Zu den bedeutenden Schlössern, die man in Thüringen findet, gehört das Weimarer Stadtschloss ebenso, wie das Schloss Friedenstein, wo sich auch ein Museum befindet. Mehr als 2.500 Sakralbauten befinden sich in Thüringen, die zumeist aus der Gotik stammen, während die Bauhaus-Stätten in Weimar zum Weltkulturerbe zählen.